Selbstauskunft bei SCHUFA ist für Verbraucher einmal jährlich kostenlos

26. Juni 2013 · 0 Kommentare

Nicht immer sind die bei Auskunfteien gespeicherten Daten richtig. Ob jemand kreditwürdig ist oder nicht prüfen aber Banken und Unternehmen bevor sie einen Vertrag abschließen in der Regel. Umso wichtiger ist es für Verbraucher zu wissen wie die SCHUFA & Co. ihre Kunden bewerten.

Schufa Fragen

Bild: Ist das Schufa Scoring nicht verständlich?

Das Ziel von Unternehmen, bevor sie einen Vertrag abschließen, ist ganz einfach: Sie wollen sich vor Zahlungsausfällen absichern. Daher holen Sie sich bei Auskunfteien wie der SCHUFA Infos über die Kunden ein. SCHUFA steht für SCHUFA. Sie sammelt Daten von Verbrauchern. Derzeit sind Daten von 66 Millionen Bürgern der Bundesrepublik Deutschland erfasst.

Insgesamt hat die SCHUFA einen Datenbestand von 514 Millionen Einzelinformationen. Gegen Bezahlung erhalten Unternehmen, die mit der SCHUFA zusammenarbeiten, Auskunft über die Bonität eines möglichen Vertragspartners. Die 7000 Unternehmen geben der SCHUFA personenbezogene Daten.

Auskunfteien wie die SCHUFA, Kreditreform oder Bürgel speichern persönliche Daten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum. Außerdem sind Informationen zu geführten Girokonten, abgeschlossenen Ratenkrediten oder Bürgschaften gespeichert. Im sogenannten Score-Verfahren berechnet die SCHUFA anhand von bisherigem Kreditverhalten eine Prognose für zukünftiges Kreditverhalten. Der Scorewert kann zwischen einem und 100 % liegen. Bei hohen Scorewerten ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein Verbraucher seinen Kredit zurückzahlt. Denn auch die Bank will ihre Sicherheiten haben – auch wenn deutsche Bundesbürger ihre Schulden zuverlässig zurück zahlen.

Scoring-System in der Kritik

Datenschützer kritisieren das Scoring-System der SCHUFA. Es sei nicht transparent, da Kunden nicht wissen wie die Punktzahl berechnet wird und was dazu beiträgt, dass die Punktzahl sich verbessert. Verbraucher können also nichts tun, um den eigenen Score-Wert zu verbessern.

Nicht berücksichtigt werden wegen des Datenschutzes:

  • Höhe des Einkommens
  • Ob eine Festanstellung vorliegt
  • Der Beruf

Kritisiert wird von Verbraucherschützern, dass (zumindest früher) der Wohnortwechsel in eine schlechte Wohngegend sich negativ auf den Score auswirke. Muss dies etwas mit einer schlechten Bonität zu tun haben? Nicht wirklich. Laut Verbraucherschützern kann aber eines den Score-Wert positiv beeinflussen: Kreditraten müssen pünktlich bezahlt werden. Wer in Verzug gerät sollte sofort ausgleichen.

Kontrolle der SCHUFA-Daten ist unerlässlich

Jeder Verbraucher das Recht sich einmal jährlich von Auskunfteien kostenlos eine Selbstauskunft einzuholen. Darin enthalten sind Informationen zum Score-Wert. Wenn die darin enthaltenen Daten fehlerhaft sind, hat ein Privatverbraucher das Recht auf Korrektur. Viele suchen z.B. nach einer Immobilienfinanzierung ohne Schufa, weil sie einen schlechten Scoring-Wert haben. Zuvor haben sie bei Banken wegen möglicherweise falschen Vermerken einen negativen Vermerk stehen (siehe hier).

Ist es eine Verwechslung bei der Schufa? Hat ein anderes Unternehmen falsche Daten übermittelt? Ganz egal – das sollte korrigiert werden. Doch wie lassen sich falsche Daten korrigieren? Es sollte nicht nur die SCHUFA selbst kontaktiert werden, sondern auch die Stelle die die Daten an die SCHUFA gesendet hat. Man kann die Schufa-Selbstauskunft direkt unter meineschufa.de oder über ein Unternehmen eine kostenlose Selbstauskunft von der SCHUFA anfordern. Übrigens muss die SCHUFA Ihnen mindestens einmal pro Jahr kostenlos eine Auskunft geben. Dazu ist sie per Gesetz seit 1. April 2010 verpflichtet. Eine weitere Auskunft ist kostenpflichtig – dafür beträgt derzeit die Gebühr 18,50 €.

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