Konsumenten geben im ersten Quartal 2011 mehr aus

26. Mai 2011 · 0 Kommentare

Auch im 1. Quartal 2011 schreibt die deutsche Wirtschaft schwarze Zahlen – volle Auftragsbücher, wachsende Binnennachfrage und ein sich entspannender Arbeitsmarkt lösen einen Wachstumsschub aus, den auch Wirtschaftsexperten nicht in diesem Ausmaß vorhergesehen haben.

Konsumenten geben mehr aus

Konsumenten geben mehr aus - Foto vom Multimediagescäft

Das deutsche Brutto-Inlandsprodukt (BIP) ist im Vergleich zum letzten Quartal 2010 um 1,5 % gewachsen – die Quartalsprognose der Bundesregierung (0,8 %) und des Statistischen Bundesamtes (1,0 %) waren deutlich weniger optimistisch.

Die größte Überraschung bietet jedoch der direkte Vorjahresvergleich. Versus Januar bis März 2010 ist das BIP um 5,2 % gestiegen – die höchste Wachstumsrate seit dem Einheitsjahr 1990. Der aktuelle Quartalswert liegt damit auch klar über der Jahresprognose für 2011, in der ein Gesamtwachstum von 2,6 % erwartet wird (die Wachstumsrate 2010 lag bei 3,6 %).

Mit den aktuell vorliegenden Zahlen liegt das deutsche Wirtschaftswachstum bereits jetzt über dem Vorkrisen-Niveau zu Anfang des Jahres 2008. Die Daten für das 1. Quartal lassen damit erwarten, dass die deutsche Wirtschaft die Niederungen der Wirtschafts- und Finanzkrise endgültig hinter sich gelassen hat.

Positive Wirtschaftsbalance und wachsende Binnennachfrage

Der Wirtschaftsaufschwung im 1. Quartal 2011 (nach nur leicht positivem Trend im letzten Quartal 2010 mit einem BIP-Anstieg von 0,4 %) basiert auf einer ausbalancierten Entwicklung – sowohl Binnennachfrage als auch Außenhandel befinden sich im Wachstumsbereich. Die hauptsächlichen Wachstumsimpulse gehen aktuell allerdings von der starken Binnennachfrage aus, die durch Investitionen in Ausrüstungen und im Bausektor, aber auch die Zunahme des privaten Konsums gestützt wird.

Sich entspannender Arbeitsmarkt

Im 1. Quartal 2011 hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt deutlich entspannt. Der direkte Vorjahresvergleich zeigt einen Anstieg der Beschäftigtenzahl um 1,4 % (absolut: um 552.000 Personen).

[Bildquelle: Flickr.com / Björn Falkevik]

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