Japanische Zentralbank stellt der Wirtschaft Milliarden bereit

25. März 2011 · 0 Kommentare

Nachdem der japanische Finanzmarkt schon vor dem verheerenden Erdbeben schwächelte, hat die Bank of Japan auf die Katastrophe reagiert, indem sie Milliardenhilfe zusicherte. Der größte Schritt in der Geschichte der Bank of Japan soll verhindern, dass die Deflation weiter fortschreitet. Insgesamt stellt die Notenbank 10 Billionen Yen, also umgerechnet mehr als 80 Milliarden Euro für dem extrem geringen Zins vom 0,1 % zur Verfügung. Der Leitzins bleibt also unverändert. Zusätzlich kauft die Notenbank für weitere fünf Billionen Yen (ca. 44 Milliarden Euro) Wertpapiere.

Japanische Zentralbank Milliarden

Entwicklung in Japan

Dies ist vor allem als Reaktion auf den Einbruch der Aktienmärkte in Japan zu sehen. So verlor der Nikkei-Index, der die führenden 225 Werte der japanischen Aktienmärkte listet, über 6 % und auch der Topix, der aufgrund von mehr als 1600 erfassten Unternehmen als aussagekräftiger für den japanischen Finanzmarkt gilt, fuhr mit mehr als 7 % bedeutende Verluste ein. Gerade die großen Fahrzeughersteller wie Toyota und Honda erlitten bedeutende Kursverluste nachdem bekannt wurde, dass sie die Produktion vorläufig einstellen.

Auch Sonys Aktie brach um ungefähr 9 % ein. Natürlich war auch Tokyo Electric Power (auch Tepco), Betreiber mehrerer beschädigter Atomkraftwerke, von den Kurseinbrüchen betroffen. Die Aktie des Konzerns sank um gute 23 % und wurde aufgrund zahlreicher Verkaufsaufträgen vom Handel ausgesetzt, zumal der Konzern schon in der Vergangenheit durch schlechte Informationspolitik negativ aufgefallen war.

Nach Aussagen des Rates der Bank of Japan erfolgen die zusätzlichen Investitionen ohne genauere Kenntnis des Ausmaßes der Zerstörung um die Risikobereitschaft der Investoren zu stärken und Unsicherheiten abzubauen. Auch wurden im Falle der Notwendigkeit weitere Finanzhilfen angekündigt. Das Handeln der Notenbank wird von Finanzexperten als hilfreich und sinnvoll eingeschätzt.

Langfristig sehen die Experten der Notenbank die Entwicklung auf dem Finanzmarkt optimistisch. Durch das Erdbeben würde letztendlich die Konjunktur in Schwung gebracht werden, auch wenn kurzzeitig mit einem Rückgang der Produktion zu rechnen sein werde.

[Bildquelle: aboutpixel.de / Kursverfall © Rainer Sturm]

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