Griechenland Kredit ist ausgeschöpft – Druck auf das Land wächst

5. Juni 2011 · 0 Kommentare

In Folge der Finanzkrise 2008 befinden sich viele Staaten der EU in finanzieller Not. Am schlimmsten dabei hat es neben Portugal, Spanien und Irland mit Sicherheit auch Griechenland getroffen. Das Land im Südosten Europas benötigt nun zum zweiten Mal einen Kredit aus dem Sicherungsschirm der EU und des IWF.

Griechenland Krise

Griechenland Krise

Grund für den erneuten Geldbedarf des hoch verschuldeten Landes ist die Rückzahlung von Staatsanleihen. Das Geld aus dem ersten Rettungspaket reicht bei weitem nicht aus und Griechenland muss einen zweiten Kredit beantragen. Jedoch wollen die europäischen Staaten Griechenland nicht um jeden Preis unterstützen, sondern fordern weitere Anstrengungen bei der Bekämpfung der enormen Staatsverschuldung. Griechenland reduzierte bereits die Bezüge seiner Staatsbediensteten, kürzte die Renten und erhöhte die Mehrwertsteuer. Diese Maßnahmen verfehlten doch ihr Ziel und so ist Griechenland weiterhin nicht in der Lage seine Liquidität selbst am Kapitalmarkt zu sichern.

Hilfe ja, aber nicht unter jeder Bedingung

Die europäischen Geldgeber und der IWF stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Der erste Kredit für Griechenland ist bereits ausgeschöpft und man kann sich nicht sicher sein, ob nach dem zweiten auch noch ein dritter oder vierter Kredit nötig wären. Daher fordern die Geldgeber weitere Maßnahmen von der Regierung um die Staatsschulden zu regulieren. Diese erklärt ihre Bereitschaft weitere Anstrengungen in dieser Hinsicht zu unternehmen. So kündigte der griechische Regierungschef an, verstaatlichte Unternehmen weitestgehend zu privatisieren.

Ob die von Griechenland veranschlagten Einnahmen auf diesem Weg erzielt werden können ist jedoch sehr fraglich. Die europäische Währungsgemeinschaft und die IWF stehen vor einer schwierigen Wahl. Bei einer Pleite wären mehrere Milliarden Euro weg. Bei einem erneuten Kredit steht natürlich viel mehr Geld auf dem Spiel. Man kann gespannt sein wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird.

[Bildquelle: Flickr.com / John D. Carnessiotis]

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