Gefälschte Unterlagen für Privatkredit: 21-Jährige verurteilt

6. Juni 2013 · 0 Kommentare

Weil sie Unterlagen fälschte, um einen Privatkredit zu bekommen, wurde eine 21-Jährige Osnabrückerin jetzt in der Berufungsinstanz verurteilt. Sie machte sich des versuchten Betrugs schuldig. Mit gefälschten Unterlagen hatte sie versucht einen Kredit über 12.000 Euro zu erhalten. Dabei kann sie die Kreditraten gar nicht bedienen.

Handschellen Urteil

Handschellen Urteil (Bild: Thorben Wengert / pixelio.de)

Im Oktober 2011 beantragte die Osnabrückerin bei einem Online-Kreditportal einen Ratenkredit. Mit dem Geld wollte sie Miet- und Stromschulden begleichen. Sie betreibt im kleinen Bohmte bei Osnabrück eine Pizzeria. Die Mietschulden wollte sie damit begleichen. Außerdem hatte sie vom Vorbesitzer Ausstattung übernommen. Auch dieses Geld wollte sie von den 12.000 Euro begleichen. Dabei versuchte sie bei einer Bank einen Ratenkredit zu erhalten.

Wie sie auf die Idee kam? Der alte Pizzeria-Besitzer brachte sie darauf. Sie gab ihm daher eine Kopie ihres Ausweises, Kontodaten und Kontoauszüge. Um den Kreditantrag wollte sich dann ein Bekannter des Mannes kümmern. Sie bekam dann Unterlagen zur Unterschrift vorgelegt. Die habe sie blind unterschrieben und dem alten Besitzer vertraut. Die kreditgebende Bank wurde bei der Einkommensbestätigung misstrauisch. Laut dieser sollte die Osnabrückerin ein regelmäßiges Einkommen in Höhe von 1.434 Euro aus einem Bäckereiunternehmen haben. Dabei gab es einen Fehler in den Unterlagen: Der Unternehmenssitz wurde fälschlicherweise mit Hilter statt mit Borgloh angegeben. Es konnte daher nur eine Fälschung sein. Tatsächlich hatte die Osnabrückerin zum damaligen Zeitpunkt keine regelmäßigen Einkünfte.

Zwei Wochen Dauerarrest für 21-Jährige

Laut Richterin sei dies bereits versuchter Betrug. Die 21-Jährige gab an zu gutgläubig gewesen zu sein und dem Bekannten vertraute. Das ändert nichts an dem Vergehen. In Der Berufungsinstanz glaubte das Landgericht (entgegen der Entscheidung des Amtgerichts zuvor) aber zumindest nicht mehr, dass sie Urkundenfälschung begann. Zu zwei Wochen Dauerarrest wurde die Osnabrückerin verurteilt. Mildernd wirkte sich der Urteilsspruch für sie, weil sie wegen Reifeverzögerungen nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde. In der Vergangenheit hatte sie bereits strafrechtlich Probleme. So musste sie 2 Wochen in Beugearrest, weil sie Arbeitsauflagen aus einer Verurteilung nicht erfüllte.

Unser Tipp: Kontrollieren Sie die bei einem Kreditantrag die Unterlagen genau und geben Sie keine falschen Daten an. Wer z.B. einen Privatkredit von der Credit Europe Bank oder einem anderen Kreditinstitut haben möchte, sollte mit offenen Karten spielen. Dann klappt es auch mit dem Ratenkredit im Internet.
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