Bargeldauszahlungen für Bausparer rückläufig

18. Februar 2011 · 0 Kommentare

Beim Gedanken an das Bauen eines eigenen Hauses und an das dabei benötigte Geld, fällt einem meist zuerst ein Bausparvertrag mit der Möglichkeit für ein presigünstiges Bauspardarlehen ein. Gibt es schon bei den Abschlüssen erhebliche Unterschiede, sollte sich jeder potentielle Bausparer genau überlegen, ob ein Kredit sich für ihn lohnt.

Bausparen

Bild: Bausparen

Die Baugeldauszahlungen für Bausparer sind laut Presseberichten seit Jahren rückläufig. 2010 fielen sie fast um zehn Prozent unter den Stand von 2009. Schuld daran ist zum einen die schwache Baukonjunktur, doch vielleicht rechnet der eine oder andere Bausparer inzwischen auch genauer nach, bevor er ein Bausspardarlehen in Anspruch nimmt. Nicht immer ist die Inanspruchnahme der beste Weg.

Bausparkassen verdienen vor allem an den Bauspardarlehen

Die Kreditvergabe der Bausparkassen in Form von Bausspardarlehen ist neben den Vertragsabschlüssen über Bausparverträge ein wichtiger Einnahmeposten der Kassen – auch die Neuverträge sind im Übrigen von der Zurückhaltung betroffen. Es winken niedrige Zinsen, aber eine deutlich kürzere Laufzeit als beispielsweise bei einem Kredit der Banken sorgt meist für eine deutlich höhere monatliche Belastung der Bausparer. Gewähren die Banken Rückzahlungszeiträume von bis zu 30 Jahren, sind es bei den Bauspardarlehen meist nur rund 10 Jahre. Und schon ab 10 Jahren Laufzeit räumen die Banken oft recht niedrige Zinsen von bspw. vier Prozent ein. Somit kann ein Bauspardarlehen im Ganzen zu einer teuren Angelegenheit für die Monatskasse werden.

Wann ist die Ablehnung der Bargeldauszahlungen für Bausparer sinnvoll?

Eine Ablehnung des Bauspardarlehens muss der Bausparer also gut überlegen, vor allem bei einem hohen Zinssatz. Der Verzicht auf Bargeldauszahlungen kann dagegen auch deutliche Vorteile haben. Manche Bausparkassen gewähren dafür höhere Zinsen auf die Bausparsumme oder erstatten auch die Abschlussgebühr für den Vertrag in Form einer Gutschrift aufs Bausparkonto zurück.

Das Rechnen bleibt dem Bausparer also nicht erspart, vor allem, wenn sich die Angebote von Banken und Bausparkassen für Bauspardarlehen nicht wesentlich unterscheiden. Hilfreich können auch Testvergleiche (Finanztest u.a.) sein.

[Bildquelle: aboutpixel.de / sparen © daylight]

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