Banken von Verbraucherzentrale aufgrund Gebühren für P-Konto abgemahnt

5. April 2011 · 0 Kommentare

Seit Juli 2010 haben Verbraucher das Recht sich von Ihrer Bank ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) einrichten zu lassen, um den monatlichen Pfändungsfreibetrag von 985,15 € vor Gläubigern zu schützen. Viele Schuldner sind auf ein pfändungssicheres Konto angewiesen um Ihren Lebensunterhalt zu sichern. Für die Bank ist die Einrichtung eine Formalie, da es sich lediglich um eine Umwandlung eines bereits bestehenden Girokontos handelt. Daten wie beispielsweise die Kontonummer bleiben unverändert.

Banken abgemahnt P-Konto

Banken stellen Kunden allerdings bis zu 15,- € monatlich in Rechnung um wenn diese ein pfändungssicheres Konto führen möchten. Erheblich mehr als für die Nutzung eines normalen Girokontos erhoben wird. Dieser Nachteil steht nicht allein, sondern reiht sich ein in weitere Einschränkungen wie Ausschluss vom Online-Banking, keine Möglichkeit auf einen Dispo-Kredit oder Verweigerung einer EC-/Kreditkarte. Von Pfändung bedrohte Verbraucher sind ganz offensichtlich nicht die erwünschte Klientel.

Verbraucherzentrale erteilt 33 Geldinstituten Abmahnung

Die Vorgehensweise diejenigen die darauf angewiesen sind den Zugang zu einem pfändungssicheren Konto zu erschweren, hat die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mit Abmahnungen an 33 Geldinstitute gerügt. Zuvor hatte bereits die Verbraucherzentrale Sachsen die VR-Bank Mittelsachsen abgemahnt, welche in Form einer Unterlassungserklärung eine Änderung der Gebührenordnung einräumte.

Zu den abgemahnten Bankhäusern zählen verschiedene regionale Sparkassen und VR-Banken, die Deutsche Bank, Commerzbank, Norisbank, ING DiBa oder die comdirekt Bank. Bisher haben 14 Institute eine Unterlassungserklärung abgegeben um sich vor einem Prozess zu schützen.

Gesetzliche Regelung gegen Willkür von Banken gefordert

Vzbv Vorstand Gerd Billen fordert ein Gesetz, wonach es Geldinstituten nicht mehr möglich ist mehr Gebühren für die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto zu verlangen. Dies ist umso wichtiger, als dass der herkömmliche Pfändungsschutz zum Ende des Jahres ausläuft und dann jeder von Pfändung bedrohte Verbraucher ein geschütztes Konto benötigen wird.

[Bildquelle: aboutpixel.de / Mit Speck fängt man Mäuse © Ronald Leine]

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