Handelskredit (Lieferantenkredit)

21. September 2010 · 0 Kommentare

Ein Handelskredit (auch Lieferantenkredit genannt) ist ein Kredit vom Lieferanten an den Käufer, der kurzfristig gewährt wird. Üblichweise wird dem Käufer ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen gesetzt. Bezahlt der Käufer innerhalb von diesem Zeitraum, so bekommt er Skonto.

Bevor die Zahlung nicht komplett vom Käufer geleistet wurde, ist die Ware noch Eigentum vom Lieferanten bzw. Verkaufer (Eigentumsvorbehalt). Der Käufer ist in dieser Zeit lediglich der Besitzer. Für Käufer und Verkäufer bietet ein Handelskredit entscheidende Vorteile.

Vorteile vom Handelskredit für den Käufer

Dadurch, dass der Käufer die Summe in der Frist komplett bezahlt, geht er kein Risiko ein Schulden anzuhäufen indem er bei einer Ratenzahlung in Verzug gerät. Des Weiteren spart er bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist aufgrund von Skonto bares Geld.

Vorteile vom Handelskredit für den Verkäufer

Beim Verkäufer liegen die Vorteile quasi auf der anderen Seite:

  • Verkäufer erhält Geld schneller, da viele Käufer Skonto ausnutzen
  • Finanzierung des täglichen Warenumsatzes
  • Keine späteren Ausfälle bei z.B. Ratenzahlungen

Für den Verkäufer fallen lediglich die Skonto-Kosten an, die er dem Käufer gewährt. Diese sind aber niedriger als mögliche Zinskosten, die der Verkäufer hätte, wenn er Zahlungsausfälle zu verzeichnen hätte und Kredite für z.B. neue Rohstoffe aufnehmen müsste.

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